The Golden Age of the Zeppelin Teil 1: Ein Mann und seine Vision (1874 – 1914)

Ferdinand Graf von Zeppelin, General bei der preußischen Armee, glaubt fieberhaft an die Vision eines lenkbaren Ballons. Zuvor haben es schon die Franzosen versucht, aber nur mit mäßigem Erfolg. Jetzt will der Graf noch weiter gehen und konstruiert ein richtiges Luftschiff, dessen Innenseite komplett aus einem starren Gerippe besteht, das so leichter die Last tragen und große Entfernungen zurücklegen kann. Der Graf ist seiner Zeit weit voraus: Mit dieser Konstruktion will er die Luftfahrt revolutionieren und einen Weltverkehr eröffnen, ein Traum, den so viele Menschen verwirklichen wollten, die dann aber kurz vor dem Ziel gescheitert waren. Doch sein Streben, Großes zu vollbringen, ist mit vielen Hürden verbunden: Der Kaiser hält ihn für einen Phantasten, nennt ihn einen der dümmsten Süddeutschen. Auch die militärische Führung des Kaiserreichs im Allgemeinen sowie die bürgerliche Gesellschaft selbst hält nicht viel von seinen Ideen und verspottet den Grafen nur. Doch der 70 Jahre alte General lässt sich nicht klein kriegen und hält weiter unerschütterlich an seiner Vision eines lenkbaren Ballons fest. Er kämpft auf eigene Faust, gründet seine eigene Firma mit eigener Mannschaft, um seine Luftschiffe zu bauen. Dabei lernt er den Wirtschaftswissenschaftler Dr. Hugo Eckener kennen, der die Leistung des Grafen sehr schätzt, jedoch ihn immer wieder kritisiert. Auch der Graf hält nicht viel von Eckener, er hält ihn für überheblich und engstirnig. Aller Zwistigkeiten zum Trotz arbeiten die beiden doch zusammen, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. Schließlich, am 2. Juli 1900, ist es dann soweit: Das erste Luftschiff, LZ 1, hebt vom Bodensee ab und macht seine erste wenn auch unglücklich zu Ende gehende Fahrt. Sein Vorhaben wird immer von Fehlschlägen und Geldknappheit begleitet. Die militärische Führung ist daher immer noch nicht von ihm überzeugt. Sie verlangt, dass seine Schiffe länger als nur ein paar Minuten in der Luft bleiben können. Ferdinand von Zeppelin baut daraufhin ein Luftschiff, das groß genug ist, um 24 Stunden lang in der Luft bleiben zu können. Seine Reise durch Deutschland wird von den Menschen am Boden begeisternd mitverfolgt. Doch die Reise endet in einem Desaster: Das neue Superschiff wird von einem Sturm gepackt, zu Boden gedrückt und im anschließenden Feuersturm vernichtet. Ferdinand ist schockiert und ist kurz davor aufzugeben. Doch sein Durchhaltevermögen und sein Wagemut haben den alten Zausel zum Helden gemacht. Eine Spende von über 6 Millionen Reichsmark kommt herein, gesammelt vom einfachen Volk, der militärischen Führung und sogar vom Kaiser selbst. Ferdinands Unternehmen ist gerettet: Das „Wunder von Echterdingen“ hilft ihm, seinen großen Traum endlich fortsetzen zu können. Und nur kurz darauf, im Jahr 1910, erhebt sich das erste Passagierluftschiff gen Himmel, während zugleich seine Fahrgäste mit den besten Speisen der Welt versorgt werden – und die Kinder am Bord eine Gelegenheit bekommen, von dem sie wenige Jahre zuvor nur Träumen konnten: Die Welt von oben zu bestaunen. Das Goldene Zeitalter der Zeppeline hat begonnen…

Mehr über den Autor und die Reihe erfahrt ihr hier!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.